Samarkand, oft die „Perle des Orients“ genannt, ist eine der ältesten dauerhaft bewohnten Städte der Welt. An der legendären Seidenstraße gelegen, war sie seit über 2.500 Jahren ein Kreuzungspunkt von Kulturen, Religionen und Reichen. Heute zieht Samarkand Reisende mit seinen architektonischen Meisterwerken, lebhaften Basaren und tief verwurzelten Traditionen an. Ob Geschichtsfan, Feinschmecker oder Abenteurer – Samarkand wird dich in seinen Bann ziehen.
1. Registan-Platz – Das Herz Samarkands
Kein Besuch in Samarkand ist vollständig ohne einen Abstecher zum Registan-Platz. Dieser atemberaubende Platz, eingerahmt von drei prachtvollen Madrasas, war einst das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Stadt. Bei Nacht, wenn die Gebäude beleuchtet sind, wirkt der Registan noch magischer.
Reisetipp: Komme am Abend, um die Licht- und Tonshow zu erleben, die die Geschichte zum Leben erweckt.
2. Gur-Emir-Mausoleum – Ruhestätte von Amir Temur
Hier sind der große Eroberer Amir Temur (Tamerlan) und seine Nachkommen begraben. Die türkisfarbene Kuppel, das goldene Innere und die spirituelle Atmosphäre machen Gur-Emir zu einer der wichtigsten Stätten in Zentralasien.
Reisetipp: Achte im Inneren auf die filigrane arabische Kalligrafie und die fein gearbeiteten Marmordetails.
3. Shah-i-Zinda-Nekropole – Eine Stadt der Mausoleen
Als „Lebender König“ bekannt, ist diese Nekropole ein heiliger Ort voller leuchtend blauer Fliesen und Mausoleen von Temurs Verwandten und Adligen. Jedes Grabmal ist einzigartig und zeigt unterschiedliche Kunststile der timuridischen Epoche.
Reisetipp: Besuche den Ort zum Sonnenuntergang, wenn die blauen Mosaike im warmen Licht zu glühen scheinen.
4. Bibi-Khanym-Moschee – Ein Liebesgeschenk
Der Legende nach ließ Amir Temur diese gewaltige Moschee für seine geliebte Frau Bibi-Khanym errichten. Zur Zeit ihres Baus im 15. Jahrhundert gehörte sie zu den größten Moscheen der Welt. Noch heute, selbst in Teilen ruinös, verschlägt sie Besuchern den Atem.
Reisetipp: Suche im Innenhof nach dem Koran-Pult, dem nachgesagt wird, dass es Weisheit und Wissen schenkt.
5. Siab-Basar – Die Aromen Usbekistans
Direkt neben Bibi-Khanym liegt der Siab-Basar, ein lebhafter Markt voller Gewürze, Nüsse, Trockenfrüchte und dem Duft frisch gebackenen Non (traditionelles Brot). Ein Spaziergang durch die Stände ist ein Kulturerlebnis für sich.
Reisetipp: Probiere getrocknete Aprikosen und das berühmte Samarkander Brot – du wirst es nicht bereuen!
6. Ulugh-Beg-Observatorium – Wo die Sterne sich trafen
Ulugh Beg, der Enkel Temurs, war nicht nur Herrscher, sondern auch ein brillanter Astronom. Sein Observatorium aus dem 15. Jahrhundert war eines der bedeutendsten in der islamischen Welt. Heute können Besucher die Reste seines gewaltigen Sextanten sehen und mehr über seine bahnbrechenden Arbeiten erfahren.
7. Shakhi-Zinda-Komplex bei Sonnenuntergang
Dieser heilige Komplex verbindet Schönheit und Spiritualität. Pilger und Reisende finden hier Ruhe, während sie zwischen Kuppeln und Innenhöfen spazieren. Bei Sonnenuntergang verwandelt das goldene Licht die blauen Fliesen in eine beinahe surreale Szenerie.
Fazit
Samarkand ist mehr als nur eine Ansammlung von Monumenten – es ist ein Erlebnis. Vom Probieren süßer Melonen auf dem Basar bis zum Zuhören der Geschichten lokaler Guides: Jeder Winkel erzählt ein Stück Seidenstraßengeschichte. Wenn du eine Reise nach Usbekistan planst, sollte Samarkand ganz oben auf deiner Liste stehen.

